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Autor: , verfasst am Dienstag, 25. Oktober 2011

Aus der Reihe „Misslungene Schenkelklopfer für Artikelanfänge“ eine ganz besondere Perle: da in Zeiten der „Occupy-Bewegung“ Aufläufe ohnehin in aller Munde sind, kommt aus dem cleveren pala-Verlag natürlich das passende Buch (in zweiter überarbeiteter Auflage) dazu:

Aufläufe und Gratins: Fantastisch vegetarisch

(Versuchter) Spaß beseite: Das kleinformatige Buch bietet, wie vom pala-Verlag gewohnt, in übersichtlicher Weise eine Menge (ca. 100) vielseitiger vegetarischer Rezepte. Diese reichen vom Auflauf über das Gratin (von dem der Auflauf nicht trennscharf zu unterscheiden ist) bis zum Soufflé. Egal, ob man auf der Suche nach einem deftigen Hauptgericht oder einem eleganten Dessert ist, die komplette Palette an Möglichkeiten wird in dem Buch abgedeckt. So finden sich Beispiele für süße Aufläufe (u.a. Bananenauflauf mit Streuseln, Süßer Couscousauflauf oder Quarkauflauf mit Trockenfrüchten) genauso wie für ein herzhaftes Käsesoufflé.

Klassiker wie Kartoffelgratin, spanische Frittata (die Autorin Margrit Stevanon lebt auf einer Bio-Finca auf La Palma – die traditionelle Herkunft des Rezeptes ist also garantiert), Gemüselasagne, Ramequin oder Dampfnudeln und Salzburger Nockerln sind ebenso vorhanden wie exotischere Kompositionen: Sauerkraut-Spätzle, Polenta-Fenchel-Gratin, Weißkohl-Ananas-Auflauf oder „Evas fantastischer Nussbraten“ seien hier nur stellvertretend genannt.

Komplettiert wird „Aufläufe und Gratins: Fantastisch vegetarisch“ durch vorangestellte nützliche Tipps zu Backformen, Zubehör und Backtemperaturen sowie einer kleinen Warenkunde. Für eine gelungene Kruste auf dem Ofenerzeugnis stellt die Autorin zusätzlich verschiedene Käsesorten sowie Käsealternativen (Semmel-, Zwiebackbrösel mit Butter vermischt, gemahlene Nüsse oder Samen) vor. Unbekannt war uns bisher eine indische Käsevariante, Paneer genannt, die man leicht aus Vollmilch und Zitronensaft selbst herstellen kann.

Insgesamt also eine nette Inspirationsquelle für Auflauffreunde, die jenseits der Resteverwertung (selbstverständlich lassen sich die meisten Zutaten, je nach Vorhandensein bzw. Verbrauchsnotwendigkeit, durch andere ersetzen) neue Anregungen für die vegetarische Küche suchen.



verfasst von Steffen am 25. Oktober 2011 um 17:51



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