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Autor: , verfasst am Samstag, 11. Februar 2012

Welch ein suchmaschinenoptimierter Titel! Aber existentielle Probleme erfordern treffsichere Maßnahmen. Doch zunächst zur Vorgeschichte:

Sauerkraut-Gärtopf

Zu unser aller Freude hat sich im vergangenen Jahr ein neues Mitglied unserem Haushalt zugesellt: ein Sauerkrauttopf, aus stabilem Steingut und von elegantem Aussehen. Zudem praktisch mit luftdicht abschließender Wasserrinne, zwei Beschwerungssteinen und einer Anleitung mit leicht fehlgedruckten Rezepten. Natürlich wollte der Gärtopf sogleich befüllt werden und so geschah es auch. Weißkohl, Rotkohl, Karotten, Zwiebeln, Gewürze und abgekochtes Salzwasser trafen sich, um zu gären. Nach ungefähr einer Woche bei Zimmertemperatur und erfolgversprechenden Blubber-Geräuschen wanderte der Topf in den (vermeintlich kalten) Keller. Einen Monat später wurde das erste Sauerkraut verkostet und für gut befunden.
Friede legte sich über das Land und das Echo von Verdauungsgeräuschen klang in Nachbars Ohren.

Weißer Belag auf dem Sauerkraut

Doch vor kurzem der Schock: Auf dem Kraut zeigte sich ein weißlicher Belag. Als Optimisten sind wir zunächst nicht von Schimmel ausgegangen – es waren keinerlei Sporen oder ähnliches zu sehen und das Kraut roch auch noch gut. Im Internet fanden wir eine mögliche Erklärung, Kahmhefe, und den Tipp, das Sauerkraut möglichst schnell zu verbrauchen oder einzukochen. Also wurde alles in Twist-Off-Gläser abgefüllt und für ungefähr eine halbe Stunde bei 90°C eingeweckt. Lieber ein paar Vitamine als das ganze Kraut verlieren! Somit gibt es jetzt unser Sauerkraut gut portioniert in Gläsern. Und ja, 2012 trägt Sauerkraut Rosa (wegen der Mischung aus Rot- und Weißkohl):

rosa Sauerkraut

Nachträge:

  • Beim nächsten Ansetzen von Sauerkraut werden wir Kümmel weglassen. Dieser sammelt sich nur am Boden des Topfes und nervt beim Saubermachen. Lieber später beim Kochen dazu geben.
  • Als Fehlerquelle könnte der etwas zu warme Keller (gerade im milden Dezember und Januar) herhalten, weil eigentlich sollte sich Kahmhefe nicht so schnell bilden.
  • Wir haben eine Anleitung zum Sauerkraut-Einkochen gefunden, die 60 Minuten bei 100°C angibt – was uns doch ziemlich lange erscheint. Aber wer auf Nummer sicher gehen möchte…
  • Das Sauerkraut wurde inzwischen erneut probiert und wir leben noch!


verfasst von Steffen am 11. Februar 2012 um 11:59



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