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Autor: , verfasst am Samstag, 30. Juni 2012

Während wir zur Zeit unsere Küchenwand mit Matsch und Stroh bewerfen, das Ganze „Lehmputz“ nennen (rechts der Buchtipp) und hoffen, dass es hält, macht der Garten weiterhin, was er soll: wachsen –
bis auf wenige Ausnahmen, von denen wir allerdings keine Fotos gemacht haben, weil wir ja das Bild vom heilen und fruchtbaren Landleben nicht trüben wollen. Aber kurz benennen können wir die Verlierer, an deren Status wir natürlich Schuld sind: Koriander (samenförmig) – sollte man immer direkt säen und nicht aus lauter Ungeduld vorziehen – und Schabzigerklee, der einfach nicht von der Stelle wachsen will…
Aber nun zum positiven und selbstverständlich bebilderten Rest:

Linsen und Winterheckenzwiebel

Marmorierte Linse mit winzigen blauen BlütenDie kleine und braune Marmorierte Linse wächst aufrecht (nur manche legen sich ein wenig auf die Seite) und buschig und lässt sich vom Unkraut nicht sehr stören. Die winzigen blauen Blüten kann man zwar auf dem Foto nur schwer erkennen, sind aber dennoch ein hübscher Farbtupfer. Zwischendrin haben wir irgendwo braunschalige Winterheckenzwiebeln gepflanzt. Wenn die, laut Erfahrungsberichten, etwas schwierige Linsenernte abgeschlossen ist, werden wir die Zwiebeln (Schlotten wie Schnittlauch, die zarten Zwiebeln wie Frühlingszwiebeln verwendbar) schon wieder finden. Mittendrin wächst, wie bei uns überall, wo wir Kompost und alte Erde mit verteilt haben, Melde und Magentaspreen. Solange diese „Unkräuter“ nicht überhand nehmen, sind sie eigentlich sehr praktisch. Einfach die kleinen Pflanzen, sollten sie zu sehr stören, ausreißen. Dadurch wird die Erde ein wenig gelockert und die Blätter kann man im Salat verwenden oder zubereiten wie:

Spinat und Mangold

(welch eleganter Übergang)

Spinat MangoldSpinat haben wir zwischenzeitlich abgeerntet, weil er schon begonnen hat, Blüten zu entwickeln. Im Spätsommer kann man hier nochmal nachsäen. Sehr viel praktischer und dekorativer ist Mangold. Praktischer weil man über die gesamte Saison die großen Blätter ernten kann, ohne dass er (normalerweise) anfängt zu blühen. Und dekorativer, weil er in vielen verschiedenen Farben angeboten wird. Unsere neue Sorte „Bright Lights“ zeigt sich rot, gelb, grün, weiß, verschieden gestreift und manchmal von Läusen befallen.

Kohlrabi und Petersilienwurzel

Folgende Bilder beweisen, dass wir Kohlrabi und Petersilienwurzel anbauen.

Kohlrabi Petersilienwurzel

Ansonsten gibt es nicht viel zu sagen. Außer, dass man Petersilienwurzel auch gut vorziehen und anschließend auspflanzen kann, weil sonst die lange Keimdauer der Petersilie dazu führt, dass das Beet bereits von Unkraut überwuchert wird bevor die ersten Pflänzchen auftauchen.

Abessinischer Kohl und Erdbeermais

Abessinischer KohlAbessinischer Kohl (das dünne Zeug im Vordergrund, Sorte „Carina“) ist ein nicht winterharter Kohl, der bereits nach drei Wochen schnittreif ist. Die Blätter kann man als Salat essen, die Triebe als Gemüse zubereiten. Er wächst auch in Balkonkästen und ist vollkommen unkompliziert. Schmeckt gut und macht keinen Ärger – wunderbar.
ErdbeermaisErbeermais ist eine niedrige (maximal 1,20m hoch) Maissorte mit kleinen, runden, roten Kolben (Erdbeer!), der hervorrangend zur Popcorn-Herstellung geeignet ist. Da wir etwas übertrieben haben bei der Aussaat möge jeder, der Popcorn braucht, uns im Herbst besuchen. Auf dem Bild sind die Maispflanzen noch von Spinat und Grünkohl eingerahmt. Die 40 (?) anderen Pflänzchen wachsen separat in einem Beet.

Zum Abschluss noch „Idylle mit Pferd und Kartoffel“ (womit ich mir die Urheberrechte auf diesen Titel gesichert habe, zur Urheberrechtsverletzung aber aufrufen möchte, damit wir eine Solaranlage finanzieren können):

Idylle mit Pferd-und Kartoffeln



verfasst von Steffen am 30. Juni 2012 um 09:22



Ein Kommentar zu “Querbeet II – Streifzug mit u.a. Erdbeermais, Linsen und Idylle”

  1. Kerstin sagt:

    Schöne Idee mit der Solaranlagenfinanzierung 😀

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