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Autor: , verfasst am Freitag, 25. März 2011

Pünktlich mit den ersten warmen Sonnenstrahlen ist auch der Bärlauch zurück!

Man sagt ihm allerlei heilsame Eigenschaften nach. Er gilt als harntreibend, reinigend, blutdrucksenkend und soll eine antiseptische Wirkung haben. Das ist zwar sehr schön – für uns zählt aber vor allem: Bärlauch ist lecker!

Praktischerweise wimmelt es bei uns im Wald von Bärlauch, so dass wir auch in diesem Jahr wieder derartige Unmengen davon verwenden werden, bis er uns zu den Ohren rauskommt.

Bärlauchfeld im Wald

Zwar muss man aufpassen, ihn nicht mit den giftigen Maiglöckchenblättern zu verwechseln, aber angesichts solcher Mengen ist er schon aus zig Metern Entfernung an seinem Knoblauchduft zu erkennen. Dazu gehört auch der Knoblauchgeschmack – und das praktischerweise ganz ohne den Nebeneffekt eines ordentlichen Mundgeruchs.

Apropos Geschmack. Hier also unsere simplen Bärlauchgrundrezepte, die sich natürlich individuell verfeinern lassen. Die verwendeten Mengen variieren dabei nach persönlichen Vorlieben. Je mehr Bärlauch, desto grüner und würziger wird das Ganze.

Bärlauchsuppe

  • Zwei gehackte Zwiebeln in Öl anschwitzen, dann den Bärlauch dazugeben (ungefähr drei Hand voll; gewaschen und grob geschnitten)
  • Etwa zwei Esslöffel Mehl mit dem Schneebesen einrühren, mit Wasser (ca. zwei Liter) aufgießen und aufkochen lassen
  • Würzen nach Geschmack mit Pfeffer, Salz, Gemüsebrühe
  • Nun wird püriert und mit Sahne oder (Soja-)Crème-Fraîche abgerundet (damit lässt sich die Suppe auch strecken, wenn sie doch mal zu sehr nach Bärlauch schmeckt)
  • Vor dem Servieren noch etwas gehackten Bärlauch darüber streuen und wer’s knusprig mag, der darf das Ganze stilecht oberfränkisch mit „Bröggerla kombleddieren“

Die Suppe lässt sich auch prima einfrieren (am besten vor der Zugabe der Sahne).

Bärlauchpesto

Sonnenblumenkerne (oder Pinienkerne – sind leckerer aber auch teurer) in einer Pfanne ohne Öl goldbraun rösten. Anschließend mit einem kräftigen Schuss Olivenöl (Menge ja nach gewünschter Konsistenz), Bärlauch und Parmesan pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Wenn‘s mundet Prozess beenden – wenn es zu bärlauchig schmeckt, mehr Parmesan dazu, das löscht die Schärfe!

Das Pesto in kleine Schraubgläser füllen und nochmal mit Olivenöl abdecken. So hält es sich ohne Probleme mindestens ein, zwei Wochen im Kühlschrank. In der Tiefkühltruhe halten sich die Gläser dagegen bis zum nächsten Jahr – wo man sie dann entdeckt, wenn die neue Bärlauchzeit angebrochen ist und sich schleunigst daran macht, alle Reste zu vertilgen.

Bärlauchbutter

Erklärt sich von selbst. Kleinhacken und vermengen.

Bärlauchquark

Gehackten Bärlauch in den Quark, Salz und Pfeffer dazu – fertig! Es geht natürlich auch mit Ricotta oder Frischkäse. Oder man kann das Ganze noch mit Schafskäse vermischen. Alles ganz nach Gusto!

Bärlauch in Öl

Bärlauchpflanze

Eine kinderleichte Methode den Bärlauch zu konservieren ist das Einlegen in Öl. Entweder einfach grob geschnitten oder auch mit dem Öl pürieren.

Zum Abschluss noch zwei simple Tipps:

Für die kurzfristige Aufbewahrung im Kühlschrank die Blätter in feuchtes Küchentuch einschlagen. Und wer nicht immer in den Wald gehen will, kann ein paar Pflänzchen ausgraben und an ein schattiges Plätzchen im Garten setzen – aber Vorsicht vor ungezügelter Vermehrung!



verfasst von Steffen am 25. März 2011 um 16:41



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