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Autor: , verfasst am Samstag, 12. November 2011

Eigentlich sind wir keine Anhänger der vegetarischen Fleischimitationsbranche. Irgendwie klingt in unseren Ohren „Seitan-Rindersteak“ und „Tofu-Entenbraten“ leicht pervers, aber die Bezeichnungen haben wohl allen voran marketingtechnische Gründe und von Marketing haben wir keine Ahnung. Da „Wurst“ aber ursprünglich von „vermengen“, eventuell auch von „(ver)wirr(en)“ abstammt und damit zumindest etymologisch primär nichts mit Fleisch zu tun hat, nennen wir unseren gebrühten Tofu-Mischmasch auch bedenkenlos Wurst. Das Originalrezept hierfür steht wiederum in „Tofu vegan„.

Letzten Endes sind wir nicht hundertprozentig zufrieden mit dem Ergebnis und das Rezept muss auf alle Fälle variiert werden. Auf 400 Gramm Tofu (möglichst mariniert) kommen 50g Weizenvollkornmehl, 50g Stärkemehl, 50g Margarine und 6g Bindemittel (Guakernmehl oder Johannisbrotkernmehl). Alles gemeinsam mit Knoblauch, Senf, Oliven, Kräuter, Salz, Pfeffer, sonstigen Gewürzen pürieren/vermengen – hier kann man sich ganz nach Lust und Laune austoben. In Kunstdarm füllen und 1,5 Stunden im Wasserbad kochen.

Leider waren die Würste schlecht verschnürt (fehlende Metzgerausbildung) und haben ihre Formvollendetheit (Gegenbeispiel: der „Formvollendet 327„) verloren. Zudem schmecken sie etwas trocken. Aber das wird wohl von Mal zu Mal besser werden. Auf keinen Fall sollte man das Bindemittel vergessen (wie wir anfangs – wurde erst bemerkt, nachdem die erste Wurst schon befüllt war), sonst wird der Aufschnitt zum Aufstrich.

Tofuwurst



verfasst von Steffen am 12. November 2011 um 11:07



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