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Autor: , verfasst am Samstag, 25. Juni 2011

Nach der schreiberischen Untätigkeit der letzten Tage (Ausrede siehe unten) muss der folgende Artikel natürlich absolut hochklassig werden. Und sowas geht selbstverständlich nur mit einem perfekten Einstieg – also:

  • eingängige aber geheimnisvolle Überschrift
  • eleganter, subtiler Spannungsaufbau (Verweis auf ein unbestimmtes „unten“)
  • suchmaschinenoptimierte Keywordplatzierung („Schleimbeutel“!)
  • keine unnötigen, zusätzlichen, entbehrlichen Adjektive oder irrelevante Füllwörter wie natürlich oder selbstverständlich
  • Beendigung des ersten Absatzes mit einer Handlungsaufforderung (call-to-action): Wer findet den roten Faden!

Neben mäßig gelungener Verbesserung der Blogtexterei haben wir uns in letzter Zeit auch erntend beschäftigt – unter anderem mit:

Johannisbeeren

JohannisbeerenDie zugehörigen Büsche sind Erbstücke, die wir neben dem reaktivierten Gemüsebeet stehen gelassen haben. Sie tragen jedes Jahr fleißig Beeren, ohne irgendeine besondere Pflege oder professionelle Rückschneidemaßnahmen. Zwischendrin wachsen irgendwie auch noch ein paar Zweige Himbeeren und Zitronenmelisse – solange die keine Probleme miteinander haben, stört es uns auch nicht. Die Johannisbeeren haben wir:

  • zu Joghurteis mit der Maschine verarbeitet
  • zu einem Sojabohnen-Honig-Johannisbeerenaufstrich mit Pfeffer und Chili improvisiert
  • zu Johannisbeerengelee eingekocht – mit diesem 3zu1 Gelierzucker, damit das Ganze nicht zu süß wird

Erdbeeren im RumtopfZudem haben wir einen Rumtopf mit den Beeren angesetzt – gemeinsam mit Kirschen und Erdbeeren. An Zuckermenge haben wir ungefähr die Hälfte des Gewichtes der Früchte genommen, dazu einen 54%-Rum – unser erster Rumtopfversuch und die Wiederbelebung des großmütterlichen Gefäßes nach ca. 20 Jahren.
Die Kirschen hierfür haben wir geschenkt bekommen, die Erdbeeren vom „Selber-pflück-Feld“. Unser ohnehin zu kleines Erdbeerbeet hat nämlich eine strategisch ungünstige Lage, da die beiden Hundedamen es gern als Abkürzung nutzen und deswegen die Pflanzen im Winter und Frühjahr doch ziemlich reduziert wurden. Weiterhin wurde geerntet:

Rote Beete (in der Rocket-Variante)

Rote Beete RocketLeckeres Gemüse in einer praktischen Form, da man so auch auf kleinem Raum recht viel anpflanzen kann. Verwendungsbeispiel für Faule: Rote Beete, Kartoffeln, Zucchini, Kohlrabi oder welches Gemüse auch immer waschen (schälen) und in Scheiben schneiden (Dicke je nach Garzeit etwas anpassen), alles gemeinsam in eine breite Lasagneform, reichlich Olivenöl, Kräuter und Gewürze nach Geschmack dazu, Parmesan drüber und in den Ofen bei ca. 180 Grad.

Roter Mangold (Feurio)

Mangold FeurioEin bereits erwähnter Konservierungstipp durch Milchsäuregärung: Blätter verbrauchen (evtl. einfach mit in die Lasagneform – siehe oben), Rippen in kleine Stücke schneiden, waschen, in Gläsern mit großer Öffnung gut einstampfen und mit kaltem Wasser auffüllen. Drei, vier Tage lang das Wasser auswechseln. Zum Ende etwas Salz rein und luftdicht verschließen. So sollen sich die Mangoldrippen ein ganzes Jahr lang halten.

Darüber hinaus wurden Tomaten beim Rotwerden angefeuert – sie bemühen sich…

Gelbe Tomate

… und es wurden Radieschen fotografiert:

Radieschen

Und nun die

Entschuldigung für die Schreibfaulheit:

Nach einem kleinen Hundespaziergangunfall wurden auch Teile meines rechten Ellenbogenschleimbeutels geerntet, was ebenfalls eine recht rote Angelegenheit war. Und nun ist das Tippen mit dem geschienten Arm etwas mühsam. Also falls ich hier mal eine Spracherkennungssoftware bewerben soll – immer her damit. Aber zumindest der Arm erstrahlt jetzt artikelthematisch passend in perfektem Rot.

Arm in Rot

P.S.: Weiterhin viel Erfolg beim Gutscheingewinnen – ich darf ja nicht…



verfasst von Steffen am 25. Juni 2011 um 08:41



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