{"id":47,"date":"2011-03-19T13:31:19","date_gmt":"2011-03-19T13:31:19","guid":{"rendered":"http:\/\/www.lebensmittelwissen.de\/blog\/?p=47"},"modified":"2011-11-27T11:51:51","modified_gmt":"2011-11-27T11:51:51","slug":"natuerlich-konservieren-buchtipp","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.lebensmittelwissen.de\/blog\/natuerlich-konservieren-buchtipp\/","title":{"rendered":"Nat\u00fcrlich konservieren (Buchtipp)"},"content":{"rendered":"<p>Das Verb \u201ekonservieren\u201c wurde im 16. Jahrhundert aus dem lateinischen \u201e<em>conservare<\/em>\u201c entlehnt und lautet \u00fcbersetzt \u201e<em>bewahren, erhalten<\/em>\u201c (Danke <a title=\"Amazon Partnerlink\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/3411040157\/lmw-blog-21\" target=\"_blank\">Duden<\/a> f\u00fcr den konservativen Einstieg!). F\u00fcr den semiprofessionellen Selbstversorgerg\u00e4rtner mit biologischen Ambitionen hat es zumindest eine zweifache Bedeutung:<\/p>\n<ul>\n<li>im Allgemeinen steht es f\u00fcr den Versuch zwar von der Natur, aber eben auch mit ihr zu leben und sie in ihrer Vielfalt zu <em>bewahren<\/em>.<\/li>\n<li>Im Konkreten versucht man die einzelnen Nahrungsmittel \u00fcber einen l\u00e4ngeren Zeitraum zu <em>erhalten<\/em>, also haltbar zu machen.<\/li>\n<\/ul>\n<div class=\"alignright\"><\/div>\n<p>In dem bereits <a href=\"http:\/\/www.lebensmittelwissen.de\/blog\/ueber-winter-3-vorratshaltung-und-buchtipps\/\">kurz erw\u00e4hnten<\/a> Buch \u201e<a title=\"Amazon Partnerlink\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/3936896100\/lmw-blog-21\" target=\"_blank\">Nat\u00fcrlich konservieren<\/a>\u201c verbinden die Herausgeber beide Punkte, indem sie Ratschl\u00e4ge und Rezepte von Lesern der franz\u00f6sischen Zeitschrift &#8222;<a href=\"http:\/\/boutique.terrevivante.org\/459-magazine-les-quatre-saisons.htm\" target=\"_blank\">Quatre Saisons de jardinage<\/a>&#8220; gesammelt haben, die beim Konservieren folgende Kriterien ber\u00fccksichtigen:<\/p>\n<ul>\n<li>Naturnahes Haltbarmachen mit m\u00f6glichst geringem Energieaufwand (deshalb ohne Einfrieren);<\/li>\n<li>Erhaltung des nat\u00fcrlichen Geschmacks und der N\u00e4hrwerte;<\/li>\n<li>Einfache Zutaten und Methoden;<\/li>\n<li>M\u00f6glichst geringe Mengen an Zucker;<\/li>\n<\/ul>\n<p>Dabei ist vor allem zum zweiten Punkt zu sagen, dass viele Konservierungsmethoden das Ursprungsprodukt im Geschmack ver\u00e4ndern. Allerdings kann dies eben auch zu einer Veredelung f\u00fchren &#8211; man denke nur an den guten alten Rumtopf in Omas Speisekammer. \ud83d\ude00<\/p>\n<p><div class=\"adsContent\">\n\t<script async src=\"\/\/pagead2.googlesyndication.com\/pagead\/js\/adsbygoogle.js\"><\/script>\n\t<!-- resp-lmw-content -->\n\t<ins class=\"adsbygoogle\"\n\t\tstyle=\"display:block\"\n\t\tdata-ad-client=\"ca-pub-5730190569102568\"\n\t\tdata-ad-slot=\"7915000477\"\n\t\tdata-ad-format=\"auto\"><\/ins>\n\t<script>\n\t\t(adsbygoogle = window.adsbygoogle || []).push({});\n\t<\/script>\n<\/div><\/p>\n<p>Mit diesem w\u00e4ren wir bereits bei der letzten der zehn Techniken, in denen das Buch das \u201enat\u00fcrliche Konservieren\u201c gliedert:<\/p>\n<p><em><strong>Konservieren in Alkohol<\/strong><\/em> &#8211; hier finden sich zahlreiche Weine (wie <em>Nusswein<\/em>, <em>Himbeerwein<\/em> oder auch <em>Wein aus L\u00f6wenzahnbl\u00fcten<\/em>) neben anderem Hochprozentigen (z.B. \u201e<em>Offizierstopf f\u00fcr alte Knaben<\/em>\u201c). Ohne zu detailliert auf die verschiedenen Rezepte des Buches eingehen zu wollen, sollen zumindest die weiteren Kategorien mit Beispielen genannt werden, um die Vielfalt des Inhalts zu illustrieren.<\/p>\n<p>Es beginnt mit <em><strong>Naturbelassen aufbewahren<\/strong><\/em>: ob drau\u00dfen im Garten (Erdmieten), im Keller oder auf dem Dachboden; f\u00fcr die unterschiedlichen Gem\u00fcsesorten finden sich hier die passenden (Winter-) Unterk\u00fcnfte. Ein interessantes Beispiel f\u00fcr die Lagerung bei Zimmertemperatur ist die M\u00f6glichkeit <em>Tomaten nachreifen<\/em> zu lassen, indem man die Fr\u00fcchte in Einpackpapier einwickelt und die gesamte Pflanze an den Wurzeln im Zimmer aufh\u00e4ngt.<\/p>\n<p>Im Kapitel <em><strong>Trocknen<\/strong><\/em> folgen neben den allgemeinen Hinweisen und notwendigen Materialen viele Rezepte f\u00fcr Gem\u00fcse, Pilze und Gew\u00fcrze, aber zum Beispiel auch f\u00fcr <a href=\"http:\/\/www.lebensmittelwissen.de\/tipps\/garten\/obst-angebotszeiten.php\">Obst<\/a>-, bzw. Fruchtschnitten.<\/p>\n<p>Weiter geht es mit der veredelnden <em><strong>Milchs\u00e4ureg\u00e4rung<\/strong><\/em>. F\u00fcnf Seiten werden dabei dem <a href=\"http:\/\/www.lebensmittelwissen.de\/tipps\/haushalt\/sauerkraut-herstellen.php\">Sauerkraut<\/a> gewidmet, aber auch anderes Gem\u00fcse kommt nicht zu kurz \u2013 so gibt es beispielsweise eine Anleitung f\u00fcr das Einlegen von <em>Mangold in Flaschen<\/em>.<\/p>\n<p>Der Milchs\u00e4ureg\u00e4rung \u00e4hnlich ist das <em><strong>Konservieren in Essig<\/strong><\/em> mit dem Manko (f\u00fcr die meisten Menschen &#8211; den Artikelschreiber ausgenommen), dass die Lebensmittel dadurch sehr viel saurer schmecken. Daf\u00fcr ist diese Methode einfach, sicher und schnell. Die aufgef\u00fchrten Beispiele reichen unter anderem von <em>Bl\u00fctenessig<\/em> und <em>Kapuzinerkressesamen<\/em> \u00fcber <em>Knoblauchpickles<\/em> und <em>Cocktailtomaten<\/em> bis hin zu <em>marinierten Heringen<\/em> und <em>Eiern<\/em>.<\/p>\n<p>Auch beim <em><strong>Konservieren durch Erhitzen<\/strong><\/em> und beim <em><strong>Konservieren in \u00d6l<\/strong><\/em> werden die Nachteile in den allgemeinen Hinweisen genannt. Bei Ersterem ist der N\u00e4hrstoffverlust  am gr\u00f6\u00dften, die zweite Methode ist (vor allem bei der Verwendung von hochwertigem \u00d6l) recht kostenintensiv. F\u00fcr manche Rezepte (<em>Fruchtkompott<\/em> oder <em>Tomatensauce\/-konzentrat\/-mark<\/em>) ist das Erhitzen aber unumg\u00e4nglich und f\u00fcr ein leckeres <em>Kr\u00e4uter\u00f6l<\/em> oder f\u00fcr kleinere Mengen Antipasti (z.B. <em>Auberginen, Pilze, Zucchini, Tomaten<\/em>) ist die Investition in ein gutes \u00d6l sicherlich zu verkraften.<\/p>\n<p>Anschlie\u00dfend folgen noch die Techniken <em><strong>Konservieren in Salz<\/strong><\/em>, <em><strong>Konservieren in Zucker<\/strong><\/em> und <em><strong>S\u00fc\u00df-Sauer Eingelegtes<\/strong><\/em>. Hier werden ebenfalls zun\u00e4chst die Vor- und Nachteile genannt. Beim Salz etwa die Notwendigkeit des Entsalzens vor dem Verzehr, wodurch auch N\u00e4hrstoffe ausgesp\u00fclt werden (die Problematik \u00fcberm\u00e4\u00dfigem Zuckerkonsums ist wohl bekannt). Aber durch die Vielfalt der vorgestellten Methoden besteht die M\u00f6glichkeit, die Nachteile einzelner auszugleichen \u2013 man muss sich ja nicht f\u00fcr eine Variante entscheiden. Noch kurz einige Beispiele zu den letzten drei genannten:<\/p>\n<p>In Salz lassen sich <em>Bohnen<\/em>, <em>Rosenbl\u00fctenbl\u00e4tter<\/em>, <em>ganze Tomaten<\/em>, aber auch <em>Zitronen<\/em> haltbar machen. Aus Zucker und Fr\u00fcchten entstehen nat\u00fcrlich <em>Gel\u00e9es<\/em>, <em>Sirups<\/em> und <em>Konfit\u00fcren<\/em> (hierf\u00fcr gibt es aber auch eine Unterkategorie <em>Konfit\u00fcren ohne Zucker<\/em>!)<\/p>\n<p>In s\u00fc\u00df-sauer Eingelegtem (oder auch Chutney) verbindet man das Konservieren in Essig mit dem Konservieren in Zucker. Auch hier sind die Rezepte g\u00e4nzlich ohne Zuckerzusatz (die S\u00fc\u00dfe kommt aus den Fr\u00fcchten selbst, wie unter anderem beim <em>Apfel-<\/em> und <em>Birnenchutney<\/em>) oder mit sehr wenig Zuckerbeigabe. So f\u00e4llt zum Beispiel auch das <em>Tomatenketchup<\/em> in diese Kategorie. Zum Schluss folgt noch eine Tabelle der enthaltenen Obst- und Gem\u00fcsesorten und der bevorzugten Konservierungsmethode.<\/p>\n<p>Insgesamt ist das Buch sehr \u00fcbersichtlich gestaltet, die allgemeinen Hinweise sind hilfreich und nicht zu ausschweifend. Auch die Rezepte sind einfach und kurz gehalten &#8211; am Rand befindet sich jeweils eine Liste der verwendeten Zutaten. Zus\u00e4tzlich gibt es vereinzelt Zeichnungen (z.B. bei den Erdmieten) und einige schwarz-wei\u00df Fotos.<\/p>\n<p>Aus unserer Sicht ist das Buch vor allem aufgrund der Vielfalt der Techniken und Rezepte uneingeschr\u00e4nkt zu empfehlen. Dar\u00fcber hinaus l\u00e4dt es auch dazu ein, selbst zu experimentieren und neue Variationen des Vorgestellten auszuprobieren.<\/p>\n<p>Da wir keine Kopierrechte verletzen wollen, gibt&#8217;s zum Abschied ein Hundebild:<\/p>\n<div class=\"img size-medium wp-image-49 aligncenter\" style=\"width:135px;\">\n\t<a class=\"lightbox\" href=\"http:\/\/www.lebensmittelwissen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Hund-Alma.jpg\"><img src=\"http:\/\/www.lebensmittelwissen.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/03\/Hund-Alma-225x300.jpg\" alt=\"Dackel-Border-Collie-Mix Alma\" width=\"135\" height=\"180\" \/><\/a>\n\t<div>Alma<\/div>\n<\/div>\n<p><a title=\"Amazon Partnerlink\" rel=\"nofollow\" href=\"http:\/\/www.amazon.de\/exec\/obidos\/ASIN\/3936896100\/lmw-blog-21\" target=\"_blank\">Nat\u00fcrlich konservieren: Die 250 besten Rezepte, um Gem\u00fcse und Obst m\u00f6glichst naturbelassen haltbar zu machen<\/a><br \/>\n\u20ac 13,90\/ 156 Seiten<br \/>\n<a href=\"http:\/\/www.oekobuch.de\/buecher\/neuerscheinungen\/index.htm\" target=\"_blank\">Verlag: \u00d6kobuch<\/a><br \/>\nISBN-10: 9783936896107<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Das Verb \u201ekonservieren\u201c wurde im 16. Jahrhundert aus dem lateinischen \u201econservare\u201c entlehnt und lautet \u00fcbersetzt \u201ebewahren, erhalten\u201c (Danke Duden f\u00fcr den konservativen Einstieg!). F\u00fcr den semiprofessionellen Selbstversorgerg\u00e4rtner mit biologischen Ambitionen hat es zumindest eine zweifache Bedeutung:<\/p>\n<p>im Allgemeinen steht es f\u00fcr den Versuch zwar von der Natur, aber eben auch mit ihr zu leben und sie &#8230; <span class=\"moreLink\">[<a href=\"https:\/\/www.lebensmittelwissen.de\/blog\/natuerlich-konservieren-buchtipp\/\">weiter lesen<\/a>]<\/span><\/p>\n","protected":false},"author":2,"featured_media":0,"comment_status":"open","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":[],"categories":[27],"tags":[25,11],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/www.lebensmittelwissen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47"}],"collection":[{"href":"https:\/\/www.lebensmittelwissen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/www.lebensmittelwissen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lebensmittelwissen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/users\/2"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lebensmittelwissen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=47"}],"version-history":[{"count":0,"href":"https:\/\/www.lebensmittelwissen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/47\/revisions"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/www.lebensmittelwissen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=47"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lebensmittelwissen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=47"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/www.lebensmittelwissen.de\/blog\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=47"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}