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Autor: , verfasst am Sonntag, 10. April 2011

Mit diesem Text wollen wir eine kleine Artikelserie rund um Kräuter starten. Viele Fakten zu den einzelnen Sorten finden sich bereits im Lebensmittellexikon, somit können wir uns hauptsächlich um die (Miss-)Erfolge bei den Anbauversuchen oder der Überwinterung kümmern und persönliche Vorlieben sowie unser Laienwissen verbreiten. Vorweg sei noch gesagt, dass wir kein wirklich professionelles Kräuterlexikon besitzen, lediglich ein billiges Einstiegsmodell.1 Auch liegt unser Kräuterhang eher ungünstig im Norden des Hauses, wodurch die Sonnenbestrahlung doch recht eingeschränkt ist, was aber die meisten Pflanzen ganz gut verkraftet haben.

YSOP

YsopEine nette Frühjahrsüberraschung hielt der Ysop für uns bereit, ein Kraut, das wir eigentlich in jeder Kräutermischung verwendet haben. Es passt geschmacklich besonders gut zu Basilikum und Oregano, da es einen ähnlichen „mediterranen Touch“ besitzt. Wir hatten den Ysop im letzten Jahr zu unserem Ginkgo (der noch auf einen passenden Freilandplatz wartet) in einen großen Mörtelkübel gepflanzt. Zum Schutz des Ginkgo wurde im Winter alles in alte Decken gewickelt und auf die Terrasse gestellt. Als wir im Frühjahr den „Wintermantel“ entfernten, entdeckten (!) wir Ysop in saftigstem Grün – keine Ahnung, wie das ohne Licht funktionierte…

Ansonsten zeigte sich das Kraut auch im vergangenen Jahr anspruchslos und wuchsfreudig (vor allem wenn man bedenkt, dass unser Lehmboden teilweise eher zum Ofenbau als zum Kräuteranbau einlädt) und wird auf unserem Speiseplan bleiben.

KERBEL

Kerbel FriséAls ein weiteres genügsames Gewürzkraut erwies sich Kerbel, der in kleinen Büschen den Winter überstanden hat, obwohl wir uns nicht mal mehr erinnern können, ihn an dieser Stelle ausgepflanzt zu haben. Leider wurde er im letzten Jahr an einem anderen Platz im Garten von Läusen vernichtet – bis dahin hat er aber mit seinem Anisaroma die Kräuterküche bereichert und wird auch heuer angebaut.

Apropos Küche: bedauerlicherweise sind wir keine kulinarischen Experten, deshalb wissen wir zum Beispiel nie genau welche Kräuter zu welchem Gemüse am sinnvollsten passen. So fertigen wir meistens Kräutermischungen an, die wir einfach in Tüten oder zum leichteren Portionieren in Eiswürfelbehälter mit Wasser einfrieren.

1 Falls uns ein Verlag ein Rezensionsexemplar zur Verfügung stellen möchte, es wird hier besprochen – versprochen!



verfasst von Steffen am 10. April 2011 um 17:17



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