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Autor: , verfasst am Samstag, 14. Mai 2011

Unkraut

Eigentlich sind die folgenden Pflanzen gar kein Unkraut, aber wir nennen sie einfach mal so, weil sie sich fleißig selbst ausbreiten.

Beifuß

BeifußDas gilt allen voran für Beifuß – brauchen wir fast nie und überall ist er dieses Jahr anzutreffen. Aufgrund unseres sehr übersichtlichen Verzehrs fetter Braten hängt sogar noch vom letzten Jahr getrockneter Beifuß ungenutzt an einer Kellerdecke. Um Platz zu schaffen haben wir ihn jetzt am Kräuterhang radikal gekürzt und zumindest für eine Pflanzenjauche mit verwendet. Da Tschernobyl (russisch für Beifuß, mal wieder was fürs Kreuzworträtsel…) auch in der freien Natur zur Genüge vorkommt, sollte man wohl (v.a. als Vegetarier) lieber auf den Anbau im Garten verzichten.

Borretsch

Borretsch-GurkenkrautGanz und gar nicht verzichten wollen wir auf Borretsch oder Gurkenkraut. Zwar ist Borretsch nicht die feinste aller Kräuterzutaten, aber in Quark oder zum Einmachen von Gurken eigentlich schon unverzichtbar. Die vielen tollen Blüten sind sehr dekorativ im Garten und im Salat oder (ein Tipp aus einem Buch, das bald näher vorgestellt werden wird) im Eiswürfel zur Getränkeverschönerung. Borretsch sät sich wunderbar selbst aus – und taucht auch jetzt in jeder Ecke und Spalte auf, so dass wir langsam anfangen müssen, ihn umzusetzen.

Ackerschachtelhalm oder Zinnkraut

AckerschachtelhalmEin (für Landwirte auf ihren Feldern ungern gesehener) hartnäckiger Gast, der gerade auch in unserem Garten loswächst, ist der Ackerschachtelhalm. Ihn zu bekämpfen ist sehr schwierig – man wird ihn eigentlich nicht mehr los, sobald er sich festgesetzt hat. Wir haben uns allerdings im letzten Jahr sehr über ihn gefreut und tun dies auch heuer noch, weil er in Jauche und Brühe gerade für den Tomatenanbau hervorragend geeignet ist. Die genauen Rezepturen für die Jauchen mit Mengenangaben sind schnell im Internet zu finden. Wir sammeln einfach einen halben Eimer voll, häckseln ihn ein bisschen klein (den Ackerschachtelhalm, nicht den Eimer) und füllen ihn (den Eimer) mit Wasser auf. Dann ein paar Tage oder auch zwei Wochen stehen lassen und wenn die leckere Jauche fertig ist, merkt man das meistens am Duft oder an den Blubberblasen. Zwischendurch öfters mal umrühren. Und am Ende immer mit Wasser verdünnt (ca. ein Zehntel Jauche) zum Düngen der Pflanzen (müssen nicht nur Tomaten sein) verwenden. Wir haben hier Brennnessel-, Beinwell und Ackerschachtelhalmjauche – irgendeine vermischt mit etwas Beifuß:

Jauche aus Brennnesseln und aus Ackerschachtelhalm Brennnesseljauche und Beinwelljauche

Kein Kraut

SteviaVersagt haben wir bisher beim Anbau von Wermut und Stevia – kein einziges Pflänzchen wollte keimen, beziehungsweise überleben. Aber Stevia wurde nachgekauft – das scheint ja sowas wie das „In-Kraut“ der vergangenen Jahre zu sein. Und unser Rosmarin ist leider erfroren 🙁

Jetzt gibt’s erstmal leckeren Salat mit ganz vielen Kräutern und eine Kräuterrezeptbuchvorstellung folgt auch bald…



verfasst von Steffen am 14. Mai 2011 um 08:43



3 Kommentare zu “Kräuter, Kräuter II – Beifuß, Borretsch, Ackerschachtelhalm, Wermut, Stevia”

  1. Peter sagt:

    Ja die Stevia Pflänzchen sind schon anspruchsvoll. Ich ziehe sie in meinem Mischgewächshaus in einer Plastikschale, die Samen nur leicht angedrückt und vorsichtig besprüht… bei Stevia muss man aufpassen, dass die Samen einerseits nicht zu nass, andererseits aber nie trocken werden. Am Anfang ist das nicht so einfach 😉 Aber ich finde es lohnt: kein Pfefferminztee mehr ohne Steviablätter.

    Grüße
    Peter

  2. Thorsten sagt:

    Ja, so einfach läßt sich Stevia nicht anpflanzen. War bei mir am Anfang auch schwierig vor etwa 3 Jahren. Mittlerweile klappt es ganz gut. Übung macht den Meister.

  3. Arty sagt:

    Sehr interessanter. Ich spiele auch mit dem Gedanken die Steviapflanze anzubauen, da sie doch recht viele postivite Eigenschaften auf die Gesundheit hat.
    Mal schauen ob das Experiment klappt. 🙂

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