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Autor: , verfasst am Mittwoch, 9. März 2011

Erdpresslinge mit Salatpflanzen

Unsere Vorzuchten in den Erdpresslingen (siehe Bild) sprießen fleißig und wir bekommen so langsam Platzprobleme im Gewächshaus und auf der Fensterbank (beziehungsweise im Wohnzimmer, denn die Pflänzchen besiedeln bereits jeden halbwegs sonnigen Platz). Theoretisch könnte man den Frühjahrssalat schon auspflanzen, praktisch ist die Erde im Garten aber noch hart gefroren. Deshalb testen wir eine etwas andere Anbaumethode. Eine Kombination aus Früh-/Mist- und Hochbeet in ästhetisch ansprechenden Mörtelkübeln.

Mörtelkästen als Pflanzgefäße

Eigentlich sind die Kübel für den späteren Tomatenanbau gedacht und haben sich dafür im letzten Jahr auch gut bewährt. Zum Teil liegt unser Gemüsegarten nämlich einige Stunden am Tag im Schatten. Gerade für die sonnenhungrigen Tomaten, Paprika und Auberginen ist das natürlich sehr ungünstig. Deshalb bevölkern diese Pflanzen im Sommer auch unsere Terrasse – in allen Gefäßen, die wir zur Verfügung stellen können. Und die preiswerteste Lösung sind Mörteleimer und –kübel aus anfangs abscheulich stinkendem Plastik (die Tomaten nehmen Geruch und Geschmack nicht an!). Diese sind je nach Volumen ab ca. einem Euro zu haben. Ein paar Löcher in den Boden (mit Schraubenzieher oder Teppichmesser), um Staunässe zu vermeiden und die Pflanzen sind zufrieden.

Bis es allerdings soweit ist, die Tomaten im Freien wachsen zu lassen (also ab ungefähr Mitte Mai) werden die großen Kästen (Volumen 90 Liter) umfunktioniert:

Improvisiertes Hochbeet mit Folienabdeckung

Gefüllt mit altem Pferdedung (wie im Mistbeet), Pflanzenresten, Zweigen, Blättern und Erde (wie beim klassischen Hochbeet) und abgedeckt mit den Überbleibseln unseres verschrotteten Frühbeetes befinden sich darin nun die ersten Salatpflanzen. Hier haben sie reichlich Sonne von Oben, Nährstoffe und Wärme durch die Verrottung von Unten und sind dank der Folie einigermaßen geschützt. So wachsen sie hoffentlich schnell heran. Jedenfalls, sofern sie nicht erneut, wie in der ersten Nacht, von Mäusen verspeist und unterhöhlt werden. Aber die Abdeckung wurde seitdem erheblich verbessert!

Über den Erfolg des Experimentes wird im Laufe des Frühjahrs berichtet…



verfasst von Steffen am 9. März 2011 um 17:58



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